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Seit Jahren gibt es Gerüchte über ein faltbares iPhone. Mal heißt es „iPhone Fold“, mal „iPhone Ultra“. Offiziell bestätigt hat Apple bisher nichts. Trotzdem werden die Hinweise immer konkreter. Viele Beobachter gehen inzwischen davon aus, dass Apple an einem faltbaren iPhone arbeitet und es möglicherweise 2026 vorstellen könnte.
Doch was ist über das Gerät bekannt? Welche Gerüchte gibt es? Und vor allem: Braucht man so ein Smartphone überhaupt?
Was könnte das faltbare iPhone sein?
Das faltbare iPhone soll vermutlich kein Klapphandy wie früher werden, sondern eher ein Smartphone, das man wie ein Buch aufklappt.
Im geschlossenen Zustand hätte man ein normales iPhone in der Hand. Aufgeklappt würde daraus ein deutlich größeres Display, ungefähr in Richtung kleines Tablet. Man könnte also unterwegs ein kompaktes Smartphone nutzen und bei Bedarf mehr Bildschirmfläche bekommen.
Das wäre besonders praktisch für:
- Lesen von Webseiten und Artikeln
- E-Mails und Nachrichten
- Videos
- Karten und Navigation
- Multitasking
- Notizen
- Fotos und Bildbearbeitung
- Arbeiten unterwegs
Die Idee dahinter ist einfach: Ein Gerät soll Smartphone und kleines Tablet miteinander verbinden.
— Vadim Yuryev (@VadimYuryev) April 22, 2026
Welche Gerüchte gibt es?
Aktuell kursieren mehrere mögliche Details. Sicher ist davon nichts, aber viele Gerüchte tauchen inzwischen immer wieder auf.
Das faltbare iPhone könnte ein äußeres Display mit etwa 5,5 Zoll bekommen. Innen soll das aufgeklappte Display angeblich rund 7,8 Zoll groß sein. Damit wäre es deutlich größer als ein normales iPhone, aber kleiner als ein klassisches iPad.
Auch beim Design soll Apple sehr stark auf ein dünnes Gehäuse achten. Im aufgeklappten Zustand könnte das Gerät besonders schlank sein. Zusammengeklappt wäre es natürlich etwas dicker als ein normales iPhone.
Ein großes Thema ist die Falte im Display. Bei vielen faltbaren Smartphones sieht man in der Mitte noch eine deutliche Linie. Apple soll angeblich daran arbeiten, diese Falte so unauffällig wie möglich zu machen. Genau das könnte einer der Gründe sein, warum Apple mit einem faltbaren iPhone so lange wartet.
Interessant ist auch ein anderes Gerücht: Das Gerät könnte möglicherweise ohne Face ID kommen. Stattdessen könnte Apple auf Touch ID im Einschaltknopf setzen. Der Grund wäre wahrscheinlich der begrenzte Platz im dünnen Gehäuse.
Beim Preis sollte man keine Überraschung nach unten erwarten. Ein faltbares iPhone dürfte sehr teuer werden. Viele Schätzungen gehen von deutlich über 2.000 US-Dollar aus. In Deutschland wäre also ebenfalls mit einem sehr hohen Preis zu rechnen.
Warum kommt Apple so spät?
Andere Hersteller verkaufen faltbare Smartphones schon seit Jahren. Samsung, Google, Motorola, Honor und weitere Marken haben bereits verschiedene Foldables auf dem Markt.
Apple ist hier also nicht der erste Anbieter. Das ist aber typisch für das Unternehmen. Apple wartet oft, bis eine Technik ausgereifter ist. Erst dann wird sie in ein eigenes Produkt eingebaut.
Bei faltbaren Smartphones gab es lange viele Probleme:
- sichtbare Falte im Display
- empfindlichere Bildschirme
- hohe Preise
- dickere Gehäuse
- kürzere Akkulaufzeit
- Kompromisse bei der Kamera
- unklare Vorteile im Alltag
Apple wird ein faltbares iPhone wahrscheinlich nur dann bringen, wenn das Nutzungserlebnis wirklich überzeugend ist. Ein halbfertiges Experiment würde nicht gut zur iPhone-Marke passen.
Macht ein faltbares iPhone wirklich Sinn?
Die wichtigste Frage ist: Braucht man so ein Gerät?
Für viele Menschen wahrscheinlich nicht. Ein normales iPhone reicht im Alltag völlig aus. Es ist leichter, robuster, günstiger und einfacher zu bedienen. Wer nur telefoniert, Nachrichten schreibt, Fotos macht und Social Media nutzt, braucht kein faltbares iPhone.
Für bestimmte Nutzer kann ein faltbares iPhone aber sehr sinnvoll sein. Wer viel unterwegs arbeitet, viele Texte liest, E-Mails schreibt, Webseiten bearbeitet oder Videos schaut, profitiert von einem größeren Display. Auch für Menschen, die heute ein iPhone und ein iPad mini nutzen, könnte so ein Gerät interessant sein.
Der Vorteil liegt also nicht darin, dass es „cool“ aussieht. Der Vorteil liegt in der größeren Arbeitsfläche.
Ein aufgeklapptes iPhone könnte beim Lesen, Schreiben und Multitasking deutlich angenehmer sein. Man könnte zum Beispiel links eine Webseite öffnen und rechts Notizen machen. Oder oben ein Video schauen und unten Nachrichten beantworten. Genau hier könnte Apple mit guter Software punkten.
Die möglichen Nachteile
So spannend ein faltbares iPhone klingt, es hätte vermutlich auch klare Nachteile.
Der Preis dürfte sehr hoch sein. Außerdem ist ein faltbares Gerät technisch komplizierter. Das Scharnier, das flexible Display und die dünne Bauweise machen Reparaturen wahrscheinlich teurer.
Auch die Haltbarkeit bleibt ein wichtiges Thema. Normale iPhones sind inzwischen sehr robust. Bei einem faltbaren Display muss sich erst zeigen, ob es im Alltag ähnlich widerstandsfähig ist.
Außerdem könnte Apple bei anderen Funktionen Kompromisse eingehen. Vielleicht gibt es weniger Kameras als beim iPhone Pro Max. Vielleicht fällt Face ID weg. Vielleicht ist der Akku kleiner als erwartet. Genau das wäre für viele Nutzer ein Problem.
Denn ein sehr teures iPhone sollte nicht nur besonders aussehen, sondern auch im Alltag besser sein.
Für wen wäre das Gerät interessant?
Ein faltbares iPhone wäre vermutlich vor allem für Power-User spannend. Also für Menschen, die ihr Smartphone nicht nur für kurze Nachrichten nutzen, sondern wirklich damit arbeiten.
Interessant wäre es zum Beispiel für:
- Geschäftsreisende
- Blogger
- Kreative
- Vielschreiber
- Technikfans
- Nutzer eines iPad mini
- Menschen, die viel unterwegs lesen oder arbeiten
Für diese Zielgruppe könnte ein faltbares iPhone ein echter Mehrwert sein.
Für den normalen Alltag bleibt ein klassisches iPhone aber wahrscheinlich die bessere Wahl. Es ist handlicher, günstiger und bewährter.
Fazit: Spannend, aber nicht für jeden
Ein faltbares „iPhone Ultra“ wäre eines der spannendsten iPhones seit Jahren. Es könnte die Lücke zwischen iPhone und iPad schließen und Apple ein neues Premium-Produkt geben.
Trotzdem wäre es wahrscheinlich kein iPhone für die breite Masse. Dafür dürfte es zu teuer und zu speziell sein.
Wenn Apple die Technik richtig umsetzt, könnte ein faltbares iPhone sehr sinnvoll sein. Entscheidend sind vor allem drei Punkte: Das Display muss hochwertig sein, die Falte darf kaum stören und die Software muss den großen Bildschirm wirklich gut nutzen.
Gelingt das, könnte das faltbare iPhone mehr sein als nur ein teures Spielzeug. Es könnte für manche Nutzer tatsächlich das perfekte Gerät zwischen Smartphone und Tablet werden.
Für die meisten Menschen gilt aber: Ein normales iPhone bleibt vermutlich die vernünftigere Wahl.

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